Eps20 - Sebastian Klein - ein Gespräch über Geld, Reichtum, Sicherheit von Menschen und Menschenbilder
Shownotes
Hier Links, Artikel und weitere Podcast:
- Sebastian’s Buch “Toxisch Reich” direkt beim Verlag bestellen
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- Eine visuelle Zusammenfassung von Sebastian’s Buch
- Ein toller Comic zum Thema in der Episode
- Du kannst Sebastian’s Stimme und Botschaften u.a. via Linkedin (aktuell über 44’000 Follower:innen) folgen.
- Statistik der Armutsgefährdung in der Schweiz besagt, dass die Grenze bei CHF 2'587 Monatseinkommen liegt. Diese Grenze betrifft 15,6% der Bevölkerung.
Hier ein paar wenige Reaktionen von Medien auf das Buch …
- „Zutiefst unsozial“ – Deutschland steht vor einem Migrationsproblem der anderen Art
- Ex-Millionär warnt packt aus: Die Wahrheit über die reichsten Deutschen
- Ex-Millionär Sebastian Klein erklärt, warum Reichtum toxisch ist | STERN.de … und das Wort “toxisch”:
- Toxisch: Warum der Begriff spaltet - Psychologie Heute
- Warum das Modewort "toxisch" problematisch ist - [GEO]
Transkript anzeigen
Podcast-Episode mit Sebastian Klein – Zusammenfassung
Kapitelmarken:
00:00 – Intro & Begrüßung – Worum es geht: Geld, Scham, Aktivismus – und was passiert, wenn man beginnt, radikal ehrlich zu leben.
03:22 – Vermögend aufwachsen: Scham & Identität – Sebastian erzählt, wie es sich anfühlt, als junger Mensch sehr reich zu sein – und warum er das lange versteckt hat.
09:45 – Verantwortung und Selbstschutz: Die Schattenseite von Macht – Wie man sich vor der eigenen Wirksamkeit schützt – und was passiert, wenn man sich dieser Wahrheit stellt.
14:18 – Geld als toxische Struktur: Der systemische Blick – Warum es nicht nur um individuelle Großzügigkeit geht, sondern um Machtverhältnisse, die uns alle prägen.
18:50 – Der Bruch: Vermögen verschenken als politischer Akt – Sebastian beschreibt den Wendepunkt, als er begann, einen Großteil seines Geldes abzugeben – und was es mit ihm gemacht hat.
25:11 – „Ich kann das nicht mehr alleine tragen“: Gemeinschaft & Kollektivität – Wie er mit anderen vermögenden Menschen in Beziehung tritt – und warum radikale Ehrlichkeit dort besonders wichtig ist.
31:42 – Die Rolle von Gefühlen: Wut, Angst, Traurigkeit – Warum emotionale Arbeit zentral ist, um das System hinter Geld zu verstehen – und wie sie Veränderung ermöglicht.
37:35 – Toxisch reich = toxisch einsam? – Wie sich Privilegien als Trennung anfühlen können – und was ein echter Zugang zur Welt kostet.
41:09 – Postkapitalistisches Leben & Business neu denken – Impulse für Wirtschaft, Organisationen und persönliches Handeln – jenseits von Dogma und Heldentum.
46:40 – Abschluss & Ausblick – Was Sebastian heute antreibt – und warum sein neues Buch keine Anklage ist, sondern eine Einladung.
Zentrale Themen:
- Vermögensweitergabe als Befreiung: Sebastian erzählt, warum er einen Großteil seines Geldes verschenkt hat – nicht aus Altruismus, sondern aus innerer Notwendigkeit.
- Emotionale Arbeit als Voraussetzung für Transformation: Ohne Scham, Angst und Trauer zu fühlen, bleibt alles politisch Gemeinte auf der Oberfläche.
- Macht & Verantwortung in Beziehungen: Wie sich Wohlstand auf die Qualität von Verbindungen auswirkt – und was nötig ist, um echte Begegnung zu ermöglichen.
- Kritik am Individualismus: Es geht nicht nur um persönliche Integrität, sondern um das Eingebundensein in kollektive Strukturen – und das bewusste Gestalten von Machtverhältnissen.
Kernaussagen:
- „Ich bin in einer Welt aufgewachsen, die mir nicht beigebracht hat, wie ich mit meinem Privileg umgehen soll.“
- „Reichtum macht dich nicht unbedingt frei. Oft macht er dich einsam.“
- „Ich habe einen Teil meines Vermögens verschenkt, weil ich es nicht mehr alleine tragen konnte.“
- „Emotionale Sicherheit ist die Grundlage, um ökonomische Unsicherheit aushalten zu können.“
- „Wirkliche Veränderung beginnt da, wo ich die Geschichte über mich selbst loslasse.“
Relevanz für Führung & Organisationen:
- Führungsarbeit braucht einen reifen Umgang mit Macht, Ohnmacht und Gefühlen.
- Kapitalstrukturen durchdringen auch kollektive Intelligenz – echte Kooperation braucht die Bewusstheit über eigene Prägungen.
- Postkapitalistische Praktiken brauchen Räume, in denen Scham und Unsicherheit aussprechbar sind.
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