Eps21a - Barbara Küchler: Die Ich-Entwicklung als Brille – Teil 1: Von Wirklichkeit und dem Reifen
Shownotes
Informationen zur Stufenentwicklung, Barbara Küchler und dem aktuellsten Buch:
- 1 A4-Seite zu den ICH-Stufenentwicklungen als Navigationshilfe und Unterstützung](https://drive.google.com/file/d/1UbkkvZdm6ivL7YWbj3E_waAibAIAeWNs/view?usp=sharing)
- Website von Barbara Küchler
- Linkedin-Profil von Barbara Küchler
- Das Buch von Barbara Küchler beim Verlag bestellen
Weblinks der Einladungen am Ende des ersten Teils:
Transkript anzeigen
Machergeist Podcast – Episode 21 (Teil 1): Barbara Küchler
Titel: „Die Ich-Entwicklung als Brille – Teil 1: Realität statt Reife“
Kapitelmarken:
00:00 – Intro & Einladung zur Tiefe
02:34 – Barbara Küchlers Blick auf Ich-Entwicklung: nicht Reife, sondern Brille
06:12 – Was uns von der Wirklichkeit trennt
11:55 – Warum Diagnose-Modelle Entwicklung oft verhindern
17:42 – Die Konstruktion von „Ich“ als zentrales Spielfeld
24:20 – Unterschied zwischen Haltung und Kompetenz
29:08 – Die Sechser-Stufe: Souveränität oder Subtil-Arroganz?
35:47 – Gesellschaftliche Trägheit auf Stufe 5
42:21 – Warum Veränderung ohne Schmerz nicht geht
48:09 – Der Übergang kündigt sich an: die Schwelle zur siebten Stufe
51:03 – Outro & Einladung zu initiatorischer Tiefenarbeit
Zusammenfassendes Transkript (inhaltlich fokussiert):
Barbara Küchler eröffnet das Gespräch mit einer grundlegenden Differenzierung: Ich-Entwicklung sei weniger ein Reifemodell, sondern vielmehr eine Brille, mit der wir unsere Wirklichkeitskonstruktion erkennen – und hinterfragen können. Diese Sicht erlaubt es, sich von moralisch gefärbten Bewertungen zu lösen und Entwicklungsstufen nicht als „besser“ oder „weiter“ zu betrachten.
Ein zentrales Thema ist die Differenz zwischen Realität und Wirklichkeit. Realität ist das, was ist – Wirklichkeit das, was wir daraus machen. In diesem Spannungsfeld entfalten sich Entwicklungsbewegungen. Barbara betont, dass die meisten Modelle, so auch Spiral Dynamics oder Reifegrad-Raster, oft mehr zur Festschreibung als zur Veränderung beitragen.
Wir tauchen dann tief in die sechste Stufe ein: Sie ermöglicht Integrationsfähigkeit, Komplexitätssinn und Reflexion – birgt aber auch das Risiko, sich in subtiler Überlegenheit zu verlieren. Besonders relevant wird hier der Unterschied zwischen Haltung (wie ich bin) und Kompetenz (was ich kann). Die Verwechslung dieser Ebenen verhindert Entwicklung und befeuert Illusion.
Gegen Ende bahnt sich bereits die große Wende zur siebten Stufe an – ohne sie jedoch direkt zu benennen. Es entsteht ein Raum, in dem Zuhörer:innen spüren: Die bisherige Art, sich selbst und die Welt zu sehen, gerät ins Wanken.
Das Outro greift diesen Wendepunkt auf – verbunden mit einer Einladung zu initiatorischen Tiefenworkshops und Angeboten, die helfen, die feinen Unterschiede zwischen Stufen nicht nur zu verstehen, sondern auch zu verkörpern.
Neuer Kommentar